Fünf Vorteile von Jimdo, die keine sind

Jimdo ist neben Wix einer der bekanntesten Homepagebaukästen. Mit geringen monatlichen Kosten und wenig Aufwand, soll jeder in der Lage sein, sein Geschäft mit einer Website so richtig ankurbeln zu können. Die folgenden Vorteile, die im Zusammenhang mit Jimdo genannt werden, sollen im Vergleich mit WordPress gegenübergestellt werden.

1. Designs wie vom Profi

Jimdo bietet mittlerweile über 100 Designvorlagen an. WordPress bietet sogar wesentlich mehr. Doch eine große Anzahl an Vorlagen bringt nichts, wenn man bei diesen kaum mehr als den Text und die Bilder austauschen kann. Zwangsläufig wird sich somit das eigene Design auch bei unzähligen anderen Websites von Jimdo-Kunden wiederfinden.

Damit machen Sie sich und Ihre Marke gegen beliebige Wettbewerber austauschbar. Anstatt sich von anderen Abzuheben und Ihre Wahrnehmung bei potentiellen Kunden zu erhöhen, schwimmt man mit Jimdo im Strom der Monotonie.

Bei WordPress sind die Anpassungsmöglichkeiten für Anfänger bei den meisten Vorlagen wesentlich umfangreicher und bei Bedarf kann später immer noch ein Webentwickler das Maximum an Individualität für Ihre Marke aus dem WordPress-System herausholen.

2. Schnelle und einfache Erstellung und Aktualisierung

Wenn Ihre Website wächst und die ersten 5 oder auch mehr Inhaltsseiten gepflegt werden sollen, fangen die Probleme meistens an. Änderungen sind nur an der Live-Seite möglich und können nicht zwischengespeichert werden. Es gibt keine globalen Elemente, d.h. wenn sich z.B. eine E-Mail-Adresse ändert, muss man wissen wo sich diese überall befindet und dabei jede Seite einzeln anpassen. Der Editor ist träge und die Seitennavigation umständlich.

Wenn dabei noch versehentlich die Designvorlage gewechselt wird, weil man meint eine Vorschau zu öffnen, braucht es schon sehr viel Glück um den ursprüngliche Zustand wiederherzustellen. Im Gegensatz zu WordPress gibt es keine Möglichkeit automatische Backups durchführen zu lassen.

3. Responsive Design und suchmaschinenoptimiert

„Deine Jimdo Creator Website ist automatisch für die Ansicht auf allen mobilen Geräten optimiert.“ Genaugenommen ist das nicht wirklich richtig. Grobe Darstellungsfehler wird man vielleicht seltener finden, aber von einer Optimierung für mobile Geräte kann nicht gesprochen werden.

Die Seitenladegeschwindigkeit („Page Speed“ genannt) ist heute extrem wichtig, aber besonders auf mobilen Endgeräten sind Jimdo-Seiten häufig sehr langsam. Und durch die geplante Umstellung von Google auf den mobilen Suchindex wird der mobile Page Speed zukünftig über die Seitenplatzierung zwischen Ihnen und Ihren Wettbewerbern entscheiden.

Bei einer Untersuchung der 10 besten Jimdo Websites, die Jimdo als Referenzen präsentiert, lag der durchschnittliche Page Speed für mobile Endgeräte gerade einmal bei 68,2 von 100 möglichen Punkten. Für Desktop Geräte wurde ein Durchschnittswert von nur 67,0 Punkten erreicht. Der schlechteste Einzelwert lag bei mageren 42 Punkten und der beste bei wirklich sehr guten 99 Punkten. Da zeigt sich, dass auch bei Jimdo, Erfahrung und Know-How bei der Optimierung der Seiten gefragt ist und es nicht allein mit der Texterstellung getan ist.

4. Hosting, Domain und E-Mail-Adresse sind inklusive

Wenn Sie WordPress nutzen möchten, muss dieses System genau wie Jimdo irgendwo gespeichert, also „gehostet“ werden. Anbieter wie www.all-inkl.com bieten ebenfalls, Domains und E-Mail-Adressen an. Jedoch selbst im kleinsten Paket von All- Inkl.com sind bereits 3 Domains und 50 E-Mail-Adressen kostenlos inklusive. Bei Jimdo können Sie nur eine Domain sichern und diese kostet ab Vertragsverlängerung satte 20 EUR im Jahr. Wenn Sie Ihre Domain mit und ohne Bindestrich sichern möchten, werden damit jährlich 40 EUR fällig. E-Mail-Adressen kosten bis zu 12 EUR im Jahr.

Ein WordPress-System für ein kleines Unternehmen mit den üblichen Anforderungen an Professionalität kostet nur 5 EUR im Monat.

5. Kostenlos bzw. ab 5 EUR im Monat

Wie bei WordPress müssen Sie auch bei Jimdo Plugins installieren, wenn Sie zusätzliche Funktionen nutzen möchten. Im Gegensatz zu WordPress Plugins sind die meisten Plugins bei Jimdo jedoch kostenpflichtig. Plugins benötigen sie z.B. für Bildergalerien oder ein werbefreies Kontaktformular.

Besonders das Fehlen eines vernünftigen Kontaktformulars, ist unverständlich. Schließlich ist die Kontaktaufnahme eines der wichtigsten Ziele der meisten Websites.

Wenn Sie auf Werbung unter Ihrem Kontaktformular verzichten möchten und die Schriftart passend zu dem Rest Ihrer Website gestalten möchten. Müssen Sie entweder monatlich zusätzlich dafür zahlen oder das Formular mit Javascript hacken. Wenn Sie Letzteres können, dann haben Sie sich jedoch bestimmt von vornherein für WordPress entschieden.

Und angenommen Sie nutzen ein Kontaktformular ohne Werbung mit mehr als nur einer E-Mail-Adresse, dann sind die monatlichen Kosten bei Jimdo um etwa 7 EUR höher, als bei WordPress.

Fazit

Obwohl WordPress für die meisten Websitesprojekte das System der ersten Wahl sein sollte, haben wir in der Vergangenheit auf ausdrücklichen Wunsch einigen Kunden geholfen, ihre Website mit Jimdo umzusetzen, was sich dann leider rückblickend betrachtet auch für den Kunden nicht als vorteilhaft herausgestellt hat. Denn wenn man mit seinem Geschäft erfolgreich ist, kommt man mit Jimdo früher an seine Grenzen als gedacht und der Umstieg von Jimdo auf WordPress ist aufwendig. Wenn man also an sich selbst und seine Geschäftsidee glaubt, sollte man es lieber gleich richtig angehen und auf WordPress setzen.

Im Übrigen nutzt selbst Jimdo für seine eigene Website ein wesentlich umfangreicheres und komplexeres System als den Homepagebaukasten, auf den die Nutzer zugreifen können. Verständlich, da Performance heute sehr wichtig ist und diese immer individuell angepasst werden muss.

Offene Fragen gibt es beim Thema Datenschutz. Durch die neue DSGVO ist es Website-Betreibern nicht mehr erlaubt ungefragt Cookies zu setzen. Bisher bietet Jimdo keine Möglichkeit der Cookie-Verwendung zu widersprechen und verstößt damit gegen das neue Gesetz. Website-Betreiber, die aktuell das System von Jimdo nutzen, gelten damit vor Gesetz auch rechtlich als Betreiber Ihrer Website und nicht etwa Jimdo. Das bedeutet, dass sie bei Verstößen persönlich abgestraft werden können. Die Cookie-Thematik bei Jimdo ist aktuell in dieser Form ein Verstoß. Es sollte daher umgehend ein Entwickler beauftragt werden, um die Cookie-Platzierung durch die Website zu unterbinden oder gleich auf WordPress umzusteigen.

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2018-07-25T10:49:32+00:006. Mai 2018|Websites|